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am 25. Februar

Altstoffsammelzentrum - Weiterverwenden vor Wiederverwerten!

Die Grünen Wals-Siezenheim - Wir GRÜNE & Bürgerliste für Wals-Siezenheim stellten schon 2012 einen dringlichen Antrag zu diesem Thema.

Wir GRÜNE & Bürgerliste für Wals-Siezenheim stellten schon im August 2012 den dringlichen Antrag, dass a) mit sofortiger Wirkung Fahrradständer für etwa 10 noch funktionsfähige bzw. leicht beschädigte Fahrräder bereitgestellt werden. Diese könnten von berechtigten Benützern des ASZ kostenlos mitgenommen werden. Sollte sich eine größere Anzahl von Fahrrädern ansammeln, würden diese von VeloRep, einem Beschäftigungsprojekt für arbeitslose Jugendliche in der Elisabethstraße / Nähe Bahnhof, kostenfrei abgeholt.
Und b) beantragten wir eine für interessierte GemeindebürgerInnen offene Arbeitsgruppe der Gemeindevertretung unter Einbindung des damaligen Abfallberaters Walter Eder, die bis Ende 2012 für alle weiteren wiederverwendbaren Gegenstände, die im ASZ angeliefert werden, eine praktikable „Flohmarkt-Lösung“ in Zusammenarbeit mit der Caritas ausarbeiten sollte.

Die Reaktion der Gemeindevertretungsmehrheit war ernüchternd. Es hat mehr als ein Jahr gedauert, bis man die schon im September 2012 möglich gewesene Sofortlösung für Fahrräder akzeptiert hat.
Die Wiederverwendung soll nicht auf Fahrräder beschränkt bleiben. Deshalb haben wir im September 2017 die Einrichtung einer ReUse-Ecke beantragt.

Ernst Offner​

​Shoppen und wegschmeißen ist schon fast selbstverständlich geworden. Diese Lebensweise, die den Jüngsten von vielen von uns vorgelebt wird, gilt es zu korrigieren. Ein Beispiel zeigt, wie schwierig es ist, selbst nur kleine Verbesserungen zu erreichen. Nach 5 Jahren Hin und Her und langen Diskussionen ist es gelungen, einen Beschluss für die Einrichtung einer ReUse-Ecke im Altstoffsammelzentrum durchzubringen. Endlich. Es ist ein gutes Gefühl, etwas vor dem Schredder zu retten, ein wenig herzurichten, oder einfach nur wiederzuverwenden. Ich kann es nur weiterempfehlen. Es ist nachhaltiger und die Zufriedenheit hält länger an als bei einem kurzen Shoppingausflug.
Zuallererst Müllvermeidung:
Wer Müll vermeidet, trennt, und bewusst einkauft, sollte belohnt werden! Technische Lösungen dafür gibt es. Sie werden in anderen Gemeinden/Städten schon eingesetzt. Diese „neuen“ Techniken ermöglichen nicht nur eine gerechtere Abrechnung, sondern auch eine Handhabe, die Mülltrennung zu verbessern.
Solche Systeme kosten Geld. Die Gemeinde hat für die Errichtung der ReUse-Ecke 18.000 Euro zur Verfügung gestellt, ein kleiner Schritt. Er wird noch kleiner, wenn man im Budget nachlesen kann, dass allein für die Errichtung einer Remise für die „Gemeindekutsche“(!) – ja, so was gibt es auch! – 100.000 Euro ausgegeben werden.
Also zuerst möglichst Müll vermeiden und dann Müll trennen!​

WIEDERVERWENDEN UND NICHT IN DEN MÜLL!


Wer mich kennt, weiß, dass mein großes Anliegen die Wiederverwendung von gebrauchten, aber noch brauchbaren Dingen ist. Ob es sich dabei um die monatliche Kleidersammlung für Albanien bzw. Osteuropa für die ORA-Organisation handelt (jeden 1. Dienstagnachmittag im Pfarrheim Walserfeld)
oder die Pfarrflohmärkte: immer liegt mir die sinnvolle Wiederverwendung unserer tadellosen Überschüsse am Herzen.
Deshalb unterstützte ich auch die GRÜNE Repair-Café-Initiative von Ernst Offner. Erfreulicherweise wird das Repair-Café jetzt im Zentrum „Walser Birnbaum“ weitergeführt! 

Mein Traum von einem Caritas-Laden in der Gemeinde, einer Halle für gut erhaltene Gebrauchsgegenstände und deren Verteilung und Vermarktung durch die Caritas ist noch
nicht ausgeträumt. Es bedarf lediglich des guten Willens der neuen Gemeindevertretung und natürlich des Bürgermeisters. Die Gemeinde muss die Rahmenbedingungen für ein solches Projekt schaffen. Es gibt viele Menschen in der Gemeinde, denen es zutiefst zuwider ist, ihre noch guten Sachen in die Container im ASZ zu werfen. Es gibt sicher genügend Freiwillige, die, wie bei unseren Pfarr-Flohmärkten bereit sind, im Dienst der guten Sache anzupacken. Am Geld sollte es in unserer Gemeinde ja wohl
nicht scheitern.

Angela Nagele​