gruene.at
Navigation:
am 26. Jänner 2016

Vortrag "Pestizid Glyphosat - Risiken und Alternativen"

Angela Lindner - Am 3. Februar 2016, 19:30 Uhr, im Gasthof zur Post in Seekirchen am Wallersee, Hauptstraße 19.

Vortragende: Gertraud Gafus, Bio-Bäuerin in Bayern, Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft e.V. AbL und Georg Planthaler, Bio-Bauer in Bayern, Regionalsprecher AbL Chiemgau Inn Salzach

Bisher galt es als gut verträgliches Unkrautbekämpfungsmittel mit durchschlagender Wirkung. Doch seit einigen Jahren mehren sich Hinweise auf Gefahren für Mensch und Umwelt durch Glyphosat-haltige Herbizide wie z.B. Roundup®. Die Veranstaltung geht der Problematik dieser Risiken nach und zeigt mögliche Alternativen auf.

Eintritt frei!

In den letzten Jahren verdichten sich die Hinweise, dass der Pestizid-Wirkstoff Glyphosat gefährlicher als bisher angenommen für Pflanze, Tier und Mensch ist. Konkret stehen Glyphosat und weitere Zusatzstoffe sowie deren Abbauprodukte im Verdacht, bei Tieren und Menschen die Fortpflanzung und Embryonalentwicklung zu stören sowie bestimmte Krebserkrankungen zu begünstigen. Weiters zeigen Studien, dass Glyphosat Bodennützlinge schädigt, die wichtig für Nährstoffverfügbarkeit und -verwertung, Stickstofffixierung und natürliche Krankheitsbekämpfung sind. Auch eine „neue Rinderseuche„ eines Chronischen Botulismus in Deutschland wird mit dem massenweisen Glyphosat-Einsatz in Verbindung gebracht.

Glyphosat ist der weltweit meistgenutzte Herbizid-Wirkstoff und wird in verschiedenen Formulierungen und unter verschiedenen Markennamen (wie z.B. Roundup®) vertrieben. Auch in Österreich werden jährlich rund 400 Tonnen Glyphosat eingesetzt - zur Unkrautbekämpfung auf landwirtschaftlichen Flächen, im Wald, auf Kommunalflächen, in Haus- und Kleingärten sowie auf Straßenrändern und Bahndämmen.

Bisher wurde Glyphosat selbst als ein Wirkstoff in Pflanzenschutzmitteln eingeschätzt, der sich im Vergleich zu anderen Pestizidwirkstoffen durch ein günstiges toxikologisches und ökotoxikologisches Profil auszeichnet. Umwelt- und Verbraucherverbände sowie zahlreiche WissenschafterInnen fordern angesichts der aktuellen Erkenntnislage zu möglichen Umwelt- und Gesundheitsschäden eine Neubewertung Glyphosat-haltiger Herbizide bis hin zu Verboten bestimmter Wirkstoffformulierungen und Anwendungen.

Der Umgang mit unserem Boden und unseren Lebensmitteln braucht neue Denkansätze! Wir laden Sie ein, mit uns zu diskutieren!